Aus der öffentlichen Verwaltung: Tarifrunde Nahverkehr - ver.di erhöht den Druck durch bundesweite Streiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV)

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Tarifrunde Nahverkehr: ver.di erhöht mit bundesweiten Streiks im ÖPNV den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber 

In der Tarifrunde für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck auf die Arbeitgeber und ruft für den 27. und 28. Februar 2026 erneut bundesweit zum Arbeitskampf auf. In zahlreichen kommunalen Nahverkehrsunternehmen werden dadurch am kommenden Freitag keine Busse und Bahnen fahren. In vielen Tarifbereichen wird der Streik auch auf den Sonnabend ausgedehnt.

Betroffen von der Tarifrunde sind 150 öffentliche Verkehrsunternehmen und Busbetriebe in allen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen mit zusammen rund 100.000 Beschäftigten. Die Gewerkschaft verhandelt hier meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV), Gegenstand der Verhandlungen sind die Arbeitsbedingungen, insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

„Die Verhandlungen kommen insgesamt kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab“, konstatierte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle am Dienstag. „Das ist mehr als enttäuschend – offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann, wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen verbessern.“ Die Belastungen im Fahrdienst seien viel zu hoch, wie erst kürzlich eine Studie von ver.di und der Klima-Allianz Deutschland belegt habe (Link unten). Das Personalproblem verschärfe sich so immer weiter. „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend Entlastung – und die Arbeitgeber brauchen ein klares Signal, dass wir entschlossen sind, für unsere Forderungen zu kämpfen.“

Beim ersten bundesweiten Streiktag am 2. Februar 2026 kam in mehr als 100 Unternehmen der Verkehr für 24 Stunden vollständig zum Erliegen, in Dutzenden weiterer Betriebe gab es teils starke Einschränkungen. Die Gewerkschaft erwartet an den gemeinsamen Streiktagen am 27. und 28. Februar in den meisten Teilen des Landes ähnliche Auswirkungen. In Niedersachsen, wo noch bis Ende März eine Friedenspflicht gilt, findet kein Arbeitskampf statt. Bei der Hamburger Hochbahn entscheidet sich erst im Laufe dieses Dienstags nach den aktuellen Verhandlungen, ob ver.di hier ebenfalls zum Streik aufruft – bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein und in Baden-Württemberg wird dies am Donnerstag entschieden.


Informationen zu den Forderungen und Verhandlungsverläufen in den einzelnen Tarifgebieten gibt es unter:

https://oeffentliche-private-dienste.verdi.de/tarifbereiche/schienen-und-strassenverkehr/++co++e846e92a-fdc8-11ef-93bd-4f68d97bfe09

Zum Hintergrund: ver.di und die Klimaallianz Deutschland haben Ende 2025 mit einer umfassenden Studie belegt, dass die Belastungen durch die Schichtarbeit im Fahrdienst auch im Vergleich zu anderen Branchen besonders hoch sind. Mehr dazu hier:

https://www.verdi.de/oeffentliche-private-dienste/mein-arbeitsplatz/busse-und-bahnen/wege-personalkrise

Über den genauen Streikablauf, die betroffenen Betriebe und öffentliche Aktionen informieren die Landesbezirke jeweils eigenständig.

Fachliche Ansprechpartner vor Ort:

Baden-Württemberg: Jan Bleckert, 0160 94774756

Bayern: Dr. Katharina Wagner, 0151 12283209

Berlin: Serat Canyurt, 0151 46264514

Brandenburg: Andrea Germanus, 0151 61372150

Bremen: Christian de Jonge, 0151 65643375

Hamburg: Domenico Perroni, 0160 2239822

Hessen: Jochen Koppel, 0151 61485888

Mecklenburg-Vorpommern: Sascha Bähring, 0151 16461517

Niedersachsen: Christian de Jonge, 0151 65643375

Nordrhein-Westfalen: Lukas Frew, 0170 2807200

Rheinland-Pfalz: Marko Bärschneider, 0151 65620437

Saarland: Janosch Fegert, 0151 58727041

Sachsen: Paul Schmidt, 0171 2206294

Sachsen-Anhalt: Paul Schmidt, 0171 2206294

Schleswig-Holstein: Sascha Bähring, 0151 16461517

Thüringen: Paul Schmidt, 0171 2206294

 

Quelle: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bundesverwaltung/Pressestelle

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de
www.verdi.de/presse


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Red 20210828 / 20260224

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