Aktuelles aus der öffentlichen Verwaltung: Neuorganisation der Bundespolizei; DBB Vize Kirsten Lühmann: Reformziel bisher klar verfehlt; 06.07.2010

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Aktuelles aus der öffentlichen Verwaltung:

Neuorganisation der Bundespolizei
DBB Vize Kirsten Lühmann: Reformziel bisher klar verfehlt

Das bei der Reform der Bundespolizei in Auge gefasste Ziel wurde nach Auffassung der stellvertretenden dbb Bundesvorsitzenden Kirsten Lühmann klar verfehlt. Zu diesem Ergebnis seien auch die Experten der öffentliche
Anhörung zum Stand der Neuorganisation der Bundespolizei gelangt, die am 5. Juli 2010 im Innenausschuss des Bundestagesstattgefunden hatte: Der Aktionsradius der Bundespolizeieinheiten reicht von der Sicherheit
an Bahnhöfen und Flughäfen, über die Grenzsicherung bis hin zu gefährlichen Auslandseinsätzen: Die Erfüllung dieser Aufgaben ist durch die Schäuble-Reform inzwischen jedoch fast unmöglich geworden, sagte die dbb Vize am 6. Juli in Berlin.

Lühmann bezeichnete das Ergebnis der Anhörung als ernüchternd: Statt mehr Präsenz in der Fläche gibt es weniger Personal auf der Straße. Der Krankenstand ist übermäßig hoch, die Sozialverträglichkeit der Reform fehlt. Auch sei die Organisationsstruktur polizeifachlich wenig effektiv, ist die Aufgabenteilung zwischen den verschiedenen Organisationsebenen ineffizient bis hin zu Doppelarbeit, fügte die gelernte Polizistin an. Während die Leitungsebene ausgebaut wurde, fehle unten das Personal. Zuständigkeitschaos und zunehmende Bürokratie führten zu Ausstattungsengpässen.

Die Bundesregierung muss Konsequenzen ziehen und schnell handeln, forderte Lühmann.In einem ersten Schritt müsse eine externe Evaluierung Klarheit über die Lage der Bundespolizei schaffen. Erst wenn die ungeschminkte Wahrheit sichtbar ist, können Dienstposten besetzt, Krankenstände abgebaut und die Organisationsstrukturen verbessert werden, stellte die stellvertrende dbb Bundesvorsitzende klar. Die Bundesregierung darf die Arbeitsfähigkeit der größten deutschen Polizeieinheit mit ihren 40.000 Beschäftigten
nicht weiter gefährden.

Quelle: Pressemeldung des dbb beamtenbund und tarifunion, 06.07.2010


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