Aktuelles aus der öffentlichen Verwaltung: Russ: Beeindruckende Entschlossenheit sollte Arbeitgeber zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bewegen; 07.09.2010

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Aktuelles aus der öffentlichen Verwaltung:

Russ: Beeindruckende Entschlossenheit sollte Arbeitgeber zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bewegen

Zur unmittelbaren Rückkehr an den Verhandlungstisch hat Willi Russ, 2. Vorsitzender der dbb tarifunion und Verantwortlicher für die Tarifverhandlungen Kommunaler Nahverkehr Bayern, die Arbeitgeber aufgefordert. 98,7 Prozent der unter dem Dach der dbb tarifunion organisierten Beschäftigen des Bayerischen Nahverkehrs haben in der Urabstimmung für Streikmaßnahmen votiert und damit ihre beeindruckende Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, mit der sie ihre Forderungen nach einer Einkommensverbesserung und besseren Arbeitszeitregelungen verfolgen wollen", so Russ in München.
Es liegt jetzt einzig an den Arbeitgebern, einen Arbeitskampf auf dem Rücken der Bevölkerung zu vermeiden. Wenn sie sich weiterhin konsequent weigern, mit uns über die Arbeitszeitproblematik auch nur zu reden, sind es allein sie, die sich gegenüber den Betroffenen zu verantworten haben, betonte Russ: Man löst kein Problem, indem man es einfach ignoriert. Diese Erfahrung werden die Arbeitgeber in ganz naher Zukunft machen.

Eindringlich appellierte Russ an die Bevölkerung, Verständnis für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen des Nahverkehr-Personals aufzubringen: Insbesondere die Fahrerinnen und Fahrer leiden massiv unter den schlechten Arbeitsbedingungen, was letztlich direkte Auswirkungen auf den tagtäglichen sicheren Transport tausender Fahrgäste hat. Niemand kann über kurz oder lang unfallfrei großes Beförderungsgerät mit Dutzenden von Insassen durch den Verkehr steuern, wenn er gestresst, unausgeruht und mit knurrendem Magen unterwegs ist. Das weiß jeder, der schon einmal eine längere Autofahrt hinter sich gebracht hat. Russ sicherte zu, dass die Bevölkerung rechtzeitig vor Streikmaßnahmen informiert würde, um den Betroffenen die Möglichkeit
zu bieten, alternative Beförderungsmöglichkeiten zu suchen.   

Quelle: Pressemeldung des dbb beamtenbund und tarifunion, 07.09.2010




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